Allergiediagnostik / Allgem. Information
   
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Die in unserem Formular "grau" unterlegten Tests werden nicht mit den Kassen verrechnet.





FÜR DIE ALLERGIEDIAGNOSTIK RELEVANTE KRANKHEITSGRUPPEN

Allergien können im weitesten Sinne nach der oben erwähnten Klassifikation unter die Typen I, III und IV subsummiert werden.



1) Typ I Allergien werden durch Antikörper der Klasse IgE mediiert.

Typ I Allergien haben eine genetische Komponente, und man bezeichnet Menschen mit einer Veranlagung, diesen Krankheitstyp zu entwickeln, als Atopiker. Kinder von Atopikern haben ein grösseres Risiko, Typ I Allergien zu entwickeln, als solche aus der Normalbevölkerung.
IgE-Antikörper binden im Gegensatz zu Antikörpern der Klassen IgG und IgM (s. Typ III Allergien) kein Komplement, sondern binden an Fc Epsilon-Rezeptoren an der Oberfläche von Mastzellen und Basophilen. Bei wiederholtem Kontakt mit dem/den auslösenden Allergen/en kommt es zur Quervernetzung der oberflächenexponierten IgE-Moleküle. Dies führt zur Aktivierung einer Signalkaskade, die letztendlich zur Freisetzung von vasoaktiven Mediatoren, wie Histamin und Serotonin und andere, führt. Diese Mediatoren bewirken v. a. eine Erhöhung der Gefässpermeabilität (z.B. manifestiert durch Heuschnupfen) und Kontraktur glatter Muskelzellen (z.B. Asthma).
Typ I Allergien treten bei Personen, die in ihrer Kindheit in „schmutziger“ Umgebung aufgewachsen sind (z.B. Bauernkinder), seltener auf, als beim Rest der Bevölkerung. Die pathophysiologische Basis für dieses Phänomen („Hygiene-Hypothese“) ist noch nicht gänzlich geklärt. Therapeutisch ergeben sich aufgrund günstiger Entwicklungen neue Möglichkeiten: die sog. Desensibilisierung durch intrakutane oder orale Verabreichung von Allergenen muss nicht mehr mit schlecht charakterisierten Allergengemischen durchgeführt werden, sondern es können jetzt hochfeine rekombinante Allergene verwendet werden.
Bei einem positiven serologischen Befund (z.B. einer IgE-Reaktion gegen Birkenpolle) müssen daher in einer spezifischen Folgeuntersuchung die pathogenetisch wirksamen Komponenten identifiziert werden (in diesem Fall z.B. das Hauptallergen in Birkenpollen, betv1).


2) Typ III Allergien sind durch sog. präzipitierende, Komplement-bindende Antikörper der Klassen IgG und IgM bedingt.

3) Bei Typ IV Allergien handelt es sich um T-Zell mediierte Reaktionen, wie das erwähnte Kontaktekzem, im weiteren Sinne aber auch die Psoriasis, etc.